Die Frage stellt sich meist in einem von zwei Momenten: Ein Unternehmen will seinen Auftritt neu aufbauen und fragt sich, ob eine einzelne Seite nicht reicht. Oder es startet die erste Werbekampagne und überlegt, wohin die Anzeige eigentlich führen soll. In beiden Fällen entscheidet die richtige Antwort darüber, ob Geld und Arbeit Wirkung zeigen oder verpuffen.
Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel: Sie führt einen Besucher zur nächsten Aktion. Diese Aktion kann eine Terminbuchung sein, ein Kauf, die Anmeldung zu einem Webinar oder der Download eines Leadmagneten. Eine Landingpage hat kein Menü und vermeidet jede Ablenkung, damit der Besucher nicht woanders abbiegt.
Unter dem Begriff Landingpage gibt es verschiedene Sorten. Das Verhältnis ist wie beim Hund und beim Dackel: Jeder Dackel ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ein Dackel. Die zwei wichtigsten Unterarten:
- Lead-Page: sammelt Kontakte, also Leads. Opt-in-Page, Squeeze-Page und Grab-Page sind andere Namen für dasselbe. Typische Beispiele sind eine Webinar-Anmeldung, die Seite zu einem kostenlosen Trust-Asset als modernem Leadmagneten oder eine Terminbuchung.
- Sales-Page: verkauft etwas. Hier kostet das Angebot Geld, egal ob wenig oder viel, und die Seite muss das Verkaufsgespräch übernehmen.
Die zentrale Kennzahl jeder Landingpage ist die Conversion-Rate: wie viele Besucher am Ende die gewünschte Aktion ausführen. Einen pauschalen Richtwert gibt es nicht, weil Quelle, Angebot und Branche alles verschieben. Zehn Prozent bei warmem Traffic und einem kostenlosen Geschenk sind eher schwach, vier Prozent bei kaltem Traffic und einem kostenpflichtigen Produkt im mittleren dreistelligen Bereich dagegen sehr gut.
Was ist der Unterschied zwischen Website, Webseite und Homepage?
Die Website ist der gesamte Auftritt unter einer Domain, die Webseite ist eine einzelne Seite darin und die Homepage ist korrekt nur die Startseite. Unter autima.de liegt also die Website von AUTIMA, jede Unterseite ist eine Webseite, und die Seite direkt unter der Domain ist die Homepage. Umgangssprachlich werden die drei Begriffe ständig vermischt.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Website | der gesamte Auftritt einer Domain mit Navigation und Unterseiten |
| Webseite | eine einzelne Seite innerhalb einer Website |
| Homepage | korrekt nur die Startseite, oft fälschlich für die ganze Website verwendet |
| Landingpage | eine Seite mit genau einem Ziel, ohne Menü |
| Lead-Page | Landingpage, die Kontakte sammelt (auch Opt-in- oder Squeeze-Page) |
| Sales-Page | Landingpage, die verkauft |
| Funnel | der Weg vom Erstkontakt zum Kauf, mit oder ohne Landingpages |
Der Funnel gehört dazu, weil er oft falsch zugeordnet wird. Ein Funnel ist ein Trichter: Oben kommen viele unqualifizierte Interessenten hinein, unten wenige qualifizierte heraus. Er kann aus mehreren hintereinander geschalteten Landingpages bestehen, muss aber nicht. Ein Funnel läuft genauso per E-Mail, per WhatsApp oder sogar am Telefon. Wer 100 Unternehmen anruft, 35 erreicht, mit vier einen Termin macht und einen Abschluss erzielt, hat auch einen Funnel, ganz ohne Online-Marketing.
Woher kommt der Traffic für Website und Landingpage?
Die Website bekommt ihren Traffic von Menschen, die suchen, die Landingpage von Menschen, die du gezielt hinschickst. Besucher einer Website kommen über die Google-Suche, über KI-Antworten, über Empfehlungen, die Visitenkarte oder Social-Media-Profile. Eine Landingpage dagegen bekommt Traffic aus bezahlten Anzeigen bei Meta, Google, YouTube, LinkedIn oder TikTok, aus E-Mails, WhatsApp-Newslettern und Social-Media-Posts.
Daraus folgt eine harte Regel: Bezahlte Anzeigen gehören auf eine Landingpage, nicht auf die Website. Google bewertet bei Suchanzeigen ausdrücklich die Nutzererfahrung mit der Landingpage als Teil des Qualitätsfaktors. Immer dann, wenn du selbst festlegst, wer auf welchen Aufhänger reagieren und was er danach tun soll, führt der Weg auf eine Landingpage, die exakt zu dieser Anzeige passt. Jede Kampagne bekommt deshalb ihre eigene Landingpage.
Umgekehrt ist eine Landingpage für die Google-Suche ungeeignet. Google will die beste Antwort auf eine Suchanfrage, und eine bewusst reduzierte Seite verliert diesen Wettbewerb gegen eine ausführliche Website fast immer. Landingpages werden oft gar nicht indexiert, weil sie nur den Traffic einer bestimmten Kampagne bekommen sollen. Wie eine Website in KI-Antworten auftaucht, erklärt der Beitrag zur GEO-Optimierung.
Eine dritte Frage hilft bei der Zuordnung: Wie gut kennt dich der Besucher? Kalter Traffic braucht erst Vertrauen, dafür ist die Website mit Ratgebern, Fallbeispielen und Bewertungen da. Wer sich dort umgesehen hat, lässt sich per Retargeting zurückholen und auf eine Lead-Page einladen. Wer schon im Webinar oder im Gespräch war, landet auf der Sales-Page.
Wie sind Website und Landingpage Block für Block aufgebaut?
Eine Website ist ein Garten, eine Landingpage ein Plakat. Die Website braucht in der Regel mindestens Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt und Impressum, dazu idealerweise einen Blog oder Ratgeber, auf dem regelmäßig Neues erscheint. Die Landingpage hat keine Navigation, keine Links nach außen, kein zweites Ziel und im Footer nur Impressum und Datenschutz.
Eine typische Startseite einer Website folgt diesem Ablauf:
- Hero: wer du bist, Ergebnisversprechen, klarer Call-to-Action-Button.
- Vertrauensleiste: Bewertungssiegel, Zertifikate, Anzahl der Kunden, seit wann am Markt.
- Problem, Verstärkung, Lösung: die Besucher in ihrer Situation abholen.
- Leistungen und Ablauf: was du machst und wie die Zusammenarbeit läuft.
- Beweise: Fallbeispiele und Kundenstimmen.
- FAQ und Call-to-Action.
Die häufigste und bewährte Landingpage ist kürzer: Headline mit klarem Nutzen und direktem Button, Problem, Lösung, Nutzen, Beweis, FAQ, Button. Für eine Lead-Page reicht noch weniger: Problem-Headline, das Geschenk, drei bis fünf Nutzenpunkte, ein kurzer Beweis. Kostenlose Angebote solltest du nicht überverkaufen, sonst fragt sich der Besucher, warum für eine Gratis-Anmeldung so viel erklärt werden muss. Eine Sales-Page muss dagegen das ganze Verkaufsgespräch führen: Hero, Problem, Methode, Lieferumfang, Preis, Kundenstimmen, wer dahinter steht, FAQ, Abschluss.
Wie sieht René den Unterschied zwischen Landingpage und Website?
René Tzschoppe, Gründer von AUTIMA, bringt es im Video Website oder Landingpage? Was du wirklich brauchst auf einen Satz: "Website: viele Ziele. Landingpage: genau eins. Entscheidend ist der Anlass und der Traffic. Die Technik hat damit nichts zu tun." Seit 2012 baut AUTIMA Websites, Landingpages und Funnel für Unternehmen, die Erfahrung aus über 600 Projekten steckt in dieser Einordnung.
Drei Punkte betont René besonders:
- Die Technik ist nicht die Frage. Viele glauben, eine Landingpage baue man im Funnel-Tool und eine Website in WordPress. Beides geht mit beiden Systemen, und auch die Domain spielt keine Rolle: Unter autima.de/webinar kann eine Lead-Page liegen, mitten in der Website.
- Die zwei teuersten Fehler. "Das Schlimmste, was du machen kannst, ist, bezahlte Werbung auf eine Website zu schicken und eine Landingpage in der Google-Suche platzieren zu wollen. Beides wird nicht funktionieren." René hat Kunden erlebt, die genau dafür Geld ausgegeben haben.
- Kein One-Pager als Website. Der Versuch, die Logik der Landingpage mit dem Anspruch einer Website zu mischen, endet meist in Seiten, die weder ranken noch konvertieren. Seine Empfehlung: eine vernünftige Website und vernünftige Landingpages, getrennt.
Wer behauptet, eine Website brauche heute niemand mehr, dem widerspricht René klar. Eine große Kundengruppe recherchiert genau, bevor sie einem Dienstleister vertraut: Rechtsform, Jahre am Markt, Zahl der Bewertungen. All das findet sie auf der Website, nicht auf einer Landingpage. Bei AUTIMA sind das unter anderem 4,96 aus 514 Bewertungen auf ProvenExpert, Fallbeispiele und Zertifizierungen. Warum dieser Vertrauensaufbau im Mittelstand den Ausschlag gibt, steht im Beitrag zur Trust-Marketing-Strategie.
Brauchst du eine Website, eine Landingpage oder beides?
Ein normales Unternehmen braucht beides, weil beide unterschiedliche Aufgaben im Marketing erfüllen. Willst du dauerhaft gefunden werden, ohne laufend in Werbung zu investieren, brauchst du eine Website. Willst du bezahlte Werbung schalten, und zwar möglichst wirtschaftlich, brauchst du eine Landingpage. Die Website ist der Marathon, die Landingpage der Sprint.
| Website | Landingpage | |
|---|---|---|
| Ziel | informieren, Vertrauen aufbauen, gefunden werden | genau eine Aktion |
| Umfang | viele Unterseiten, Navigation | eine Seite, kein Menü |
| Traffic | Google, KI-Suche, Empfehlungen | Anzeigen, E-Mail, Social Media |
| soll ranken und wird indexiert | oft bewusst nicht indexiert | |
| Kennzahl | Rankings, Klickrate, KI-Zitate, Besucher | Conversion-Rate |
| Wirkung | baut sich über Monate auf | sofort, endet ohne Traffic |
Zwei typische Wege zeigen, wie beide zusammenspielen. Im Kampagnenweg führt eine Anzeige auf eine Lead-Page, danach folgen eine E-Mail-Sequenz oder ein Webinar, dann die Sales-Page und schließlich der Kunde. Im organischen Weg fragt sich jemand bei Google, wie er sein Marketing automatisieren kann, findet einen Ratgeber-Artikel, schaut sich auf der Website um und bucht einen Termin. Wie aus solchen Wegen planbar qualifizierte Anfragen werden, beschreibt der Beitrag zur Lead-Generierung.
Bei der Website zählen Architektur, Pflege und Technik, damit sie gefunden wird. Bei der Landingpage zählt, ob deine Botschaft im Markt ankommt: ob Menschen sich anmelden, einen Termin buchen oder kaufen. AUTIMA setzt für beides auf eigenen Code statt auf Baukästen, weil er minimale Ladezeit, volle Kontrolle über das Tracking und die besten Voraussetzungen für Google und KI-Suche verbindet.
Deine Website soll bei Google und in KI-Antworten gefunden werden und deine Landingpages sollen schnell laden und sauber messen?
Website-RelaunchHäufig gestellte Fragen
Eine Website hat viele Ziele. Eine Landingpage hat genau eins. Die Website ist der gesamte Auftritt einer Domain mit Navigation und vielen Unterseiten: Sie informiert, baut Vertrauen auf und wird über Google und KI-Suche gefunden. Die Landingpage ist eine einzelne Seite ohne Menü, die Besucher aus Anzeigen, E-Mails oder Social Media zu genau einer Aktion führt.
Die zwei Grundformen sind die Lead-Page und die Sales-Page. Die Lead-Page, auch Opt-in-Page oder Squeeze-Page genannt, sammelt Kontakte, etwa für ein Webinar, einen Leadmagneten oder einen Termin. Die Sales-Page verkauft ein Produkt und braucht deshalb mehr Inhalt: Methode, Lieferumfang, Preis, Kundenstimmen und Antworten auf Einwände.
Auf Deutsch spricht man vom Internetauftritt oder der Webpräsenz. Gemeint ist der gesamte Auftritt unter einer Domain, zum Beispiel autima.de. Das ähnlich klingende Wort Webseite bezeichnet dagegen eine einzelne Seite innerhalb dieses Auftritts. Homepage heißt korrekt nur die Startseite, wird umgangssprachlich aber oft für die ganze Website verwendet.
Ja, mit Baukästen wie Wix oder Jimdo kommst du ohne Programmierkenntnisse zu einer Website. Der Haken zeigt sich meist später: Fertige Baukästen schneiden in der Google-Suche und in der KI-Suche oft schwächer ab und lassen bei Ladezeit und Tracking wenig Spielraum. Wer über die Suche gefunden werden will, spart dort an der falschen Stelle.
In der Regel nein. Eine Landingpage ist bewusst reduziert und verliert im Wettbewerb um Suchanfragen fast immer gegen eine ausführliche Website. Oft wird sie sogar gar nicht indexiert, weil sie nur den Traffic einer bestimmten Anzeige oder E-Mail bekommen soll. Für Google-Rankings ist die Website zuständig, für Kampagnen-Traffic die Landingpage.
Quellen & Belege
- YouTube, AUTIMA: Website oder Landingpage? Was du wirklich brauchst — Begriffe, Traffic-Quellen, Vor- und Nachteile und Seitenaufbau Block für Block, erklärt von René Tzschoppe.
- Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor für Suchkampagnen — Die Nutzererfahrung mit der Landingpage ist eine der Komponenten, nach denen Google die Qualität einer Anzeige bewertet.
- Google Search Central: Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen — Google stuft Inhalte nach Hilfreichkeit und Vertrauenswürdigkeit ein, die Grundlage für die organische Sichtbarkeit einer Website.
