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KI-Integration für KMU7 Min Lesezeit

Welche KI hat den besten Datenschutz?

Kurz-Antwort

Den besten Datenschutz bieten KI-Plattformen mit Servern in der EU, einem Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO und ohne Training auf deinen Eingaben, etwa Langdock aus Berlin oder Logicc. Die Gratisversionen von ChatGPT, Claude und Gemini eignen sich nicht für Kundendaten. Ihre Business-Tarife schließen Training aus, bleiben aber US-Dienste.

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Gesprochene Version · 9 Min · mit KI erzeugte Stimme, trainiert auf René Tzschoppe.

Welche KI hat den besten Datenschutz: ein versiegelter Datenwürfel, der seine Inhalte schützt, während andere Daten nach außen abgebenMit KI erzeugtes Bild

Die Frage nach der KI mit dem besten Datenschutz stellen meist Unternehmer, deren Team längst mit KI arbeitet, oft mit privaten Gratis-Accounts. Spätestens wenn ein Kundenname, ein Angebot oder eine Personalakte im Chatfenster landet, wird aus Neugier ein Haftungsthema. Die gute Nachricht: Du musst dich nicht zwischen starken Modellen und Datenschutz entscheiden. Die Antwort liegt weniger im Modell als in der Plattform, über die du es nutzt. Eine Einordnung vorweg: Das hier erklärt die Lage, es ist keine Rechtsberatung.

Welche KI ist vertrauenswürdig im Umgang mit Daten?

Vertrauenswürdig ist eine KI, deren Anbieter vertraglich zusichert, was mit deinen Eingaben passiert: wo sie gespeichert werden, wie lange und ob sie ins Training neuer Modelle fließen. Marketingversprechen reichen nicht. Prüfen lässt sich das an vier Punkten, und genau dort trennen sich Gratis-Tools von Unternehmenslösungen.

  • Training: Werden deine Eingaben genutzt, um künftige Modelle zu verbessern? Dann können Inhalte theoretisch später in Antworten an andere auftauchen.
  • Speicherort: Liegen Chats und Dokumente in der EU oder in den USA?
  • Vertrag: Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO?
  • Nachweise: Sind Zertifizierungen wie ISO 27001 oder SOC 2 belegt, nicht nur behauptet?

Welches KI-Tool ist DSGVO-konform?

Kein KI-Tool ist von sich aus DSGVO-konform, konform wird erst dein Einsatz. Am leichtesten gelingt das mit Unternehmensplattformen, die einen Auftragsverarbeitungsvertrag mitliefern, Daten in der EU halten und Training ausschließen. Zwei deutsche Beispiele sind Langdock und Logicc. Beide bündeln mehrere Sprachmodelle, darunter Claude, GPT und Gemini, unter einer Oberfläche.

LösungTraining mit deinen EingabenDatenstandortVertrag und Nachweise
Langdock (Berlin)ausgeschlossenHosting über Microsoft Azure in der EU, die meisten Modelle in der EUAVV, ISO 27001, SOC 2 Type II
Logiccvertraglich und technisch ausgeschlossenSpeicherung in Deutschland, KI-Verarbeitung in der EUAVV nach Art. 28 DSGVO automatisch Vertragsbestandteil, ISO 27001 und BSI C5 beim Hosting-Partner
ChatGPT Business / Enterprisestandardmäßig neinEU-Datenresidenz für neue Enterprise-WorkspacesAVV verfügbar
Claude for Work / APInein, von den Verbraucher-Regeln ausgenommenUS-AnbieterGeschäftsbedingungen für Unternehmen
Gemini in Google Workspaceohne Erlaubnis neinUS-AnbieterWorkspace-Verträge

Die Angaben stammen von den Anbietern selbst, verlinkt in den Quellen unten. Logicc nennt die Standorte bis auf das Rechenzentrum: Dokumente und Chatverläufe in Nürnberg und Falkenstein, OpenAI-Modelle über Azure in Schweden, Claude und Gemini über Google Cloud in Deutschland und Belgien. Langdock schreibt ausdrücklich "die meisten" Modelle laufen in der EU. Bei beiden lohnt es sich, im eigenen Tarif nachzusehen, welches Modell wo verarbeitet wird.

Ist ChatGPT DSGVO-konform?

ChatGPT ist in der Gratis- und Plus-Version für personenbezogene Unternehmensdaten nicht ohne Weiteres DSGVO-konform nutzbar, weil dort kein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht und Eingaben standardmäßig zur Modellverbesserung genutzt werden. In den Tarifen Business und Enterprise sowie über die API trainiert OpenAI laut eigener Aussage nicht mit deinen Daten, solange du nicht aktiv zustimmst.

Für Privat- und Gratisnutzer gibt es zwei Stellschrauben, die KI-Berater Garrit Wilson im Interview auf dem AUTIMA-YouTube-Kanal vorführt: In den Einstellungen unter Datenkontrollen schaltest du "Das Modell für alle verbessern" aus. Und der temporäre Chat wird nicht im Verlauf gespeichert und nach 30 Tagen gelöscht. Seine Grundregel davor ist schlicht: keine personenbezogenen oder sensiblen Informationen an ein KI-Modell schicken, egal welches. Was du in ein Chatfenster tippst, verschwindet nicht im Nebel, sondern liegt auf einem Server, im Fall von ChatGPT in den USA.

Für jede Übermittlung in die USA braucht es nach Art. 44 ff. der DSGVO eine Rechtsgrundlage, etwa das EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Gesundheitsdaten und andere besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO gehören ohnehin nicht in ein Consumer-Tool.

Was ist sicherer, ChatGPT oder Gemini?

In den Gratisversionen ist Gemini beim Datenschutz nicht sicherer als ChatGPT, eher im Gegenteil. Google lässt Gemini-Unterhaltungen teilweise von menschlichen Prüfern lesen und bewahrt geprüfte Chats bis zu drei Jahre auf, auch wenn du deine Aktivität löschst. Google rät deshalb selbst, keine vertraulichen Informationen einzugeben.

So sehen die Verbraucher-Tarife im Vergleich aus:

  • ChatGPT (Free, Plus): Training standardmäßig an, in den Datenkontrollen abschaltbar. Temporärer Chat für sensiblere Fragen.
  • Gemini (App): Gespeicherte Aktivität ermöglicht Training und menschliche Prüfung. Ist sie aus, werden Chats laut Google trotzdem bis zu 72 Stunden mit dem Konto gespeichert.
  • Claude (Free, Pro, Max): Seit dem Update der Verbraucherbedingungen 2025 entscheidest du selbst über das Training. Stimmst du zu, speichert Anthropic die Daten fünf Jahre, sonst 30 Tage.

Die ehrliche Zusammenfassung: Keiner der drei Verbraucher-Tarife ist für Kunden- oder Mitarbeiterdaten gemacht. Welches Modell für welche Aufgabe am besten arbeitet, ist eine andere Frage, die wir im Beitrag welche KI für welche Aufgabe beantworten.

Welche KI speichert keine Daten?

Eine KI, die gar nichts speichert, gibt es im Arbeitsalltag praktisch nicht, denn jede Anfrage muss verarbeitet und für den Chatverlauf abgelegt werden. Worauf es ankommt, sind zwei Dinge: Deine Eingaben fließen in kein Training, und sie liegen nur so lange wie nötig. Logicc wirbt mit Zero Data Retention beim Modellanbieter, mit dem ehrlichen Zusatz "soweit technisch möglich".

Wer maximale Kontrolle will, kann ein offenes Modell wie Llama von Meta auf eigenen Servern betreiben. Garrit Wilson nennt im selben Interview genau das als Vorteil: größere Kontrolle über den Datenschutz, dafür brauchst du die technische Kompetenz, das Modell selbst zu hosten. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist eine EU-Plattform der pragmatischere Weg. Langdock bietet für große Organisationen zusätzlich eigene Cloud und On-Premise an.

Wie sieht Rene den Datenschutz bei KI im Unternehmen?

Rene Tzschoppe, Gründer von AUTIMA, empfiehlt Unternehmen für den Datenschutz eine KI-Plattform wie Langdock oder Logicc statt einzelner Gratis-Accounts. Der Gedanke dahinter: Dein Team bekommt die starken Modelle, die es ohnehin nutzen will, aber in einer Umgebung mit Vertrag, EU-Standort und ohne Training auf euren Daten. Dazu kommt ein Punkt, den er im Interview selbst anspricht: Gerade bei mittelständischen Unternehmen und Konzernen ist die DSGVO beim KI-Einsatz ein echter Schmerzpunkt, bei sehr kleinen Unternehmen trifft es weniger.

Welche Plattform zu welchem Bedarf passt und welche europäischen Alternativen es in anderen Kategorien gibt, steht in der Übersicht der KI-Tools für Unternehmen. Dort findest du Langdock neben weiteren datenschutzorientierten Werkzeugen wie Lumo von Proton.

Diese Einordnung stammt nicht aus zweiter Hand: René Tzschoppe, EU AI Act Beauftragter mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation (Prüfzeichen-ID 0217466644, gültig bis 27.07.2029, verifizierbar auf Certipedia), verantwortet die Rechtsfragen, wenn AUTIMA KI-Systeme für Kunden baut. Die Qualifikation belegt Fachkunde, keine Rechtsberatung.

Wie entscheidest du dich für eine datenschutzfreundliche KI?

Du entscheidest dich am sichersten, indem du zuerst festlegst, welche Daten überhaupt in eine KI dürfen, und erst danach das Werkzeug wählst. Wer nur Marketingtexte ohne Personenbezug schreibt, hat andere Anforderungen als eine Steuerkanzlei mit Mandantendaten. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Datenklassen festlegen: öffentlich, intern, personenbezogen, besonders sensibel. Daraus folgt, was in welches Tool darf.
  2. Plattform wählen: Für personenbezogene Daten eine Lösung mit AVV, EU-Standort und ausgeschlossenem Training, zum Beispiel Langdock oder Logicc.
  3. Gratis-Accounts ablösen: Private Logins im Team sind die größte Lücke, weil niemand sieht, was dort landet.
  4. Team schulen: Der EU AI Act verlangt seit dem 2. Februar 2025 in Art. 4 ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei allen, die KI im Unternehmen nutzen. Was zur KI-Schulungspflicht gehört, deckt sich weitgehend mit dem, was Datenschutz im Alltag braucht: wissen, was nicht ins Chatfenster gehört.

Die Plattform ist dabei nur der halbe Schritt. Die andere Hälfte sind klare Spielregeln und ein Team, das sie versteht, etwa über eine KI-Schulung für Unternehmen.

Du willst KI im Team einführen, ohne dass Kundendaten in Gratis-Tools landen, und brauchst eine klare Plattform-Entscheidung samt Spielregeln?

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Häufig gestellte Fragen

Den besten Datenschutz bieten KI-Plattformen mit Servern in der EU, einem Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO und ohne Training auf deinen Eingaben, etwa Langdock aus Berlin oder Logicc. Die Gratisversionen von ChatGPT, Claude und Gemini eignen sich nicht für Kundendaten. Ihre Business-Tarife schließen Training aus, bleiben aber US-Dienste.

Quellen & Belege

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